Zwei Mitglieder des internationalen Vorbereitungskollektivs der Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Thomas Sankara mit dem Tod bedroht

 
Kommuniqué des internationalen Sankara-Kollektivs 2007
 

Der Musiker und Showkünstler Sama Kerim, bekannter unter dem Namen Sams’K Le Jah, hat am 18. und 28. April 2007 zwei Todesdrohungen per E-mail bekommen. Die Sendungen von Sams’ K widmen sich dem Reggae, aber er versteht sich als Aufklärer und er klagt unverblümt die Missetaten des Regimes an.

Die erste Botschaft lautete: „Wir haben Thomas Sankara getötet, und es gab keine Konsequenzen, wir haben Norbert Zongo erschlagen, es gab keine Konsequenzen. Auch du wirst es nicht lange machen… Du musst wissen, dass der Präsident Compaoré von Gott gesegnet ist. Anstatt seine Anstrengungen für die Entwicklung zu kritisieren, muss man vielmehr Hand anlegen für den Aufbau unseres Landes…“.

Am Freitag, 27. April, nahm er seine Sendung wieder auf und am darauffolgenden Samstag, 28. April, erhielt er eine neue Botschaft: „…Sag’ deinem PDG, dass er, wenn er nicht möchte, dass sein Haus über dir zusammenstürzt, er sich lieber aus seinem Haus werfen sollte, denn auf unserer Serite mangelt es nicht an Granaten und Raketenwerfern, um das Haus eines Freitag Abends um 20 Uhr über dir zusammenkrachen zu lassen… Du musst wissen, dass deine Beschwerde über die Polizei in dieser Angelegenheit keinen Sinnmacht, denn es sind nicht die Polizisten, die dich erschlagen werden, sondern Leute, die eine höhere Position im Verteidigungsapparat bekleiden.“

 Sams K’ ist aktives Mitgleid in unserem internationalen Kollektiv. Er hat im Dezember 2006 eine CD mit dem Titel herausgebracht: „Eine Kerze für Thomas Sankara“. Mit ihm wurde ein engagierter Kämpfer für die Verbreitung der Ideale von Thomas Sankara bedroht. 
Ein weiteres aktives Mitglied unseres Kollektivs, Herr Aziz Fall, Koordinator des internationalen Komitees « Gerechtigkeit für Thomas Sankara », hat ebenfalls mehrere geharnischte Drohbriefe erhalten, die in seinem Briefkasten in Kanada eingeworfen wurden.  
In beiden Fällen wurde Anzeige bei der Polizei erstattet und diese Dinge gehen so weiter.
Es geht also darum, das ganze Kollektiv einzuschüchtern. 
 

Wir wünschen dagegen, die Aufmerksamkeit auf die Kandidatur zu den Parlamentswahlen zu legen, auf die Wahllisten der CDP, der herrschenden Partei von Hyacinthe Kafando, vermutlich der Anführer des Killerkommandos, das Thomas Sankara ermordet hat. Wir sehen dies als einen weiteren Einschüchterungsversuch gegenüber dem burkinischen Volk, das sich zu diesem Jahrestag mobilisiert, und al seine Provokation gegenüber all denen, die Gerechtigkeit für Thomas Sankara einfordern.  
Wir erkären unsere volle Solidarität mit Sam’K Le Jah und M.Aziz Fall. Wir stehen geschlossen hinter ihnen.   

Wir sorgen dafür, dass diese Sache weit über die Grenzen von Burkina Faso hinaus bekannt gemacht wird und dass sich eine Solidaritätsbewegung um diese beiden Mitglieder unseres Kollektivs herum organisiert.

Wir betonen, dass wir uns keiner Einschüchterung beugen und dass wir unsere Anstrengungen für das Gedenken zum 20. Todestages von Thomas Sankara verdoppeln, das am 14., 15. und 16. Oktober in Quagadougou stattfinden wird, so wie es der Ausstrahlung des verstorbenen revolutionären Präsidenten würdig ist, der Ausstrahlung, die von Tag zu Tag auf dem ganzen afrikanischen Kontinent wächst, besonders unter der Jugend, und auch in der ganzen Welt. 

gezeichnet den 5.

Mai 2007

Internationale Koordination des Kollektivs Sankara 2007

Wir bekräftigen unseren Willen, gegen die Straflosigkeit zu kämpfen, die in Burkina Faso herrscht, wie es die Zongo-Affäre kürzlich wieder gezeigt hat, und dafür, dass Gerechtigkeit hergestellt wird im Bezug auf die Ermordung von Thomas Sankara. 

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