Der Prozess zur Ermordung von Thomas Sankara und seinen Gefährten war in seine letzte Phase eingetreten. Nach Abschluss der Anhörungsphase sollten am Montag, den 23. Januar, die Plädoyers beginnen.

Der Staatsstreich in Burkina Faso brachte den Prozess zum Stillstand. Zwar wurden die politischen Führer des Landes weggeputscht, doch die Justiz bleibt gemäß dem Grundsatz der Unabhängigkeit der Gewalten im Amt.

Dieser Prozess wird nicht nur vom burkinischen Volk, sondern auch von Freunden Burkinas in der ganzen Welt mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Nicht nur, weil nach jahrzehntelangem Warten Gerechtigkeit hergestellt werden soll, sondern auch als Beweis für die Fähigkeit Burkinas, einen Prozess von solcher Tragweite zu gewährleisten. Thomas Sankara erscheint in der Tat immer mehr als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Die Fortsetzung des Prozesses würde zweifellos als starkes Zeichen für den Willen der Putschisten angesehen werden, Gerechtigkeit zu üben. Dies war eine der Hauptforderungen des burkinischen Volkes während des Aufstandes von 2014.

Daher fordern wir die neue Führung des Landes nachdrücklich auf, das Verfahren unverzüglich wieder aufzunehmen, damit der Prozess schnell abgeschlossen werden kann.

Bearbeitet in Ouagadougou, Niamey, Dakar, Ottawa,  Albany New York, Rome, Turin, Paris, Sabadel, Barcelone, Las Palmas, Bobo Dioulasso, Banfora,  Ajaccio, Marseille, Bagnolet, Nîmes, Montpellier, Carcasssonne, am 26. Januar 2022.

Das internationale Netzwerk Gerechtigkeit für Sankara, Gerechtigkeit für Afrika

« Le réseau international justice pour Sankara, justice pour l’Afrique »

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